Greiz ist eine Stadt im Südosten von Thüringen, unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen gelegen. Die Stadt ist die Kreisstadt des Landkreises Greiz. Sie liegt im Tal der Weißen Elster im thüringischen Vogtland. Bedeutung hatte die Stadt früher besonders als Residenz der Fürsten von Reuß älterer Linie, die bis 1918 an der Macht waren.
Geprägt wird die Stadt heute vor allem vom Oberen Schloss auf dem Schlossberg sowie den zahlreichen anderen Regierungsbauten der Fürsten von Reuß. Die Industrialisierung machte Greiz später auch zu einem Zentrum der Textilindustrie, die aber heute fast gänzlich verschwunden ist. Greiz ist ein Mittelzentrum für den südlichen Teil des Landkreises. Die Stadt trägt wegen ihrer Lage in einem Talkessel und ihrer zahlreichen historischen Bauten den Beinamen „Perle des Vogtlandes“.
1856 wurde Tannendorf und 1921 Pohlitz eingemeindet. Die größte Eingemeindungswelle erfolgte 1922: In jenem Jahr wurden Dölau (mit Sachswitz und Rothenthal), Gommla, Irchwitz (mit Aubachtal und Thalbach), Kurtschau (mit Silberloch), Obergrochlitz (mit Caselwitz, Moschwitz und Untergrochlitz), Raasdorf und Schönfeld eingemeindet. Die bisher letzte Eingemeindung fand am 30. Juni 1994 mit der Eingliederung von Reinsdorf inklusive dessen Ortsteil Waltersdorf statt.
Greiz verfügt als ehemalige Residenzstadt über ein Theater, mehrere Museen und eine umfangreiche Bibliothek. Die Innenstadt gliedert sich in zwei Teile: östlich der Elster, zwischen Schlossberg und den Talhängen der Elster liegt die kleine Altstadt und westlich der Elster die Neustadt mit der repräsentativen Carolinenstraße als Hauptstraße. Sie entstand im späten 19. Jahrhundert und stellt ein geschlossenes Gründerzeitensemble dar.